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Studieren mit Kind: Klappt das?

Heute möchte ich mich mal einem Thema widmen, zu dem ich immer wieder Fragen bekomme: wie klappt das Studium mit Kind? Nach 2 Jahren kann ich nun ja einmal eine Bilanz ziehen und auch wenn die letzten Monate noch vor mir liegen, möchte ich schon ein kleines Resümee ziehen und meine Erfahrungen mit Euch teilen.


Wie ihr alle wisst, bin ich im Herbst 2013 Mama geworden und habe keine wirkliche Studienpause eingelegt. Ich habe parallel in den ersten Monaten nach der Geburt an meiner ersten Bachelorarbeit geschrieben und erstmal keine Kurse besucht, aber musste auch für Prüfungen lernen, die noch absolviert werden mussten (fürs andere Bachelorstudium). Im Sommersemester 2014 hat das jedoch dann auch wieder begonnen und ich hatte meine Tochter je für 2-3h in der Uni-Betreuung die man stündlich und flexibel "buchen" konnte. So habe ich die Vorlesung besucht und habe dann meine Kleine direkt danach wieder abholen können, ohne dass wir zu lange voneinander getrennt waren. Da wir keine Familie vor Ort haben, gab es keine Oma/Opas die aufpassen konnten und ich war dankbar für dieses Angebot an der Uni. Erst habe ich aber nicht so sicher gewusst, ob ich nun doch den BWL Master mache oder mich lieber für einen anderen, der mich eigentlich mehr interessierte, einschreibe. Ich habe also erstmal ein paar Vorlesungen für BWL besucht, weitere Prüfungen fürs 2. Bachelorstudium abgelegt und dann schnell gemerkt: der Master auf Deutsch macht mir keinen Spaß. Also habe ich meine Bewerbung für den anderen Master (der limitierte Aufnahmen hatte, mir aber viel mehr zusagte und auf Englisch angeboten wird) fertig gemacht, abgeschickt und den Platz dann bekommen. Im Herbst 2014 ging das also direkt los und damit einher, war im Oktober der Start der Kita-Betreuung. Durch viel Glück haben wir noch einen Platz bekommen und die Kleine fühlte sich auch direkt wohl. Das gibt einer Mama dann doch ein gutes Gefühl!

Ich sage eins gleich vorweg: ich würde immer wieder ein Kind in meiner Studienzeit bekommen, weil ich jetzt am flexibelsten bin, aber es erfordert viel Disziplin und vor allem Organisation, wenn man nicht ewig studieren möchte und wie ich den Master in der Regelstudienzeit absolvieren will. Ganz wie erwartet. Und an manchen Tagen bin ich auch unglaublich müde, komme zu spät ins Bett weil ich nun mal nicht lernen kann wenn sie wach ist (außer der Mann ist Daheim und ich kann in die Bibliothek fahren oder er geht mit ihr auf den Spielplatz, etc.) und genau an den Tagen, bleibt sie länger wach als normal. Man muss Pläne umwerfen, denn im Leben läuft nun mal nicht alles strikt nach Plan. Vor allem wenn das Kind krank wird oder man selbst, ist man erstmal in einer blöden Lage - aber irgendwie findet sich immer eine Lösung. Man muss flexibel sein, nach Hilfe fragen können und auch einfach mal einsehen, dass man nun mal nicht alles 24/7 unter Kontrolle haben kann. Als Mutter wird man einfach gelassener (oder ich jedenfalls). Und so versuche ich immer das Beste aus allen Situationen zu machen. Ganz wichtig sind zudem die kleinen Pausen: und diese verbringe ich tatsächlich am liebsten mit meiner Tochter (oder natürlich auch dem Mann, wenn er Zeit hat). Dann wird gebastelt, wir gehen auf den Spielplatz, machen Ausflüge, Quatsch, kochen zusammen oder lesen ein Buch nach dem anderen. Es ist eigentlich ganz egal was wir machen - denn manchmal liegen wir nur ewig auf der Couch und kuscheln, die Hauptsache ist, dass wir zusammen sind. Alle. Das gibt mir Kraft und so viel Freude zurück - das sind die kleinen Momente, für die ich lebe. Die mich glücklich machen. Sobald sie mich anlächelt, in den Arm nimmt oder mir sagt, dass sie mich lieb hat, bin ich einfach nur bedingungslos glücklich und brauche nichts anderes auf der ganzen Welt.
Aber wie gesagt, es bedarf vor allem einem: Organisation! Und zwar ständig. Mein Mann arbeitet in einer Branche, in der die Arbeitszeiten nicht immer so toll mit dem Alltag zusammenpassen, aber auch das haben wir dank seiner Position mittlerweile gut unter Kontrolle. Zwar sehen wir uns dadurch leider nicht so viel, aber ich kenne es ja nicht anders und bin es "gewohnt". Das macht es zwar nicht besser, aber ich habe ihn so kennengelernt und bin sehr stolz auf das, was er sich sehr hart erarbeitet hat. Und ich bin dankbar, dass er mich in so vielem unterstützt, mein Anker ist und mich immer wieder auf den Boden holt, wenn ich doch mal kurz davor bin den Kopf zu verlieren. Denn an manchen Tagen denke ich mir auch nur: warum tue ich mir das an? Warum halse ich mir eigentlich freiwillig so viel Arbeit auf? Bin ich verrückt? Und dann denke ich mir wieder: Nein. Ich will das. Ich muss es tun, denn sonst sterbe ich vor Langweile. Und natürlich ist nicht immer alles perfekt - aber im großen Ganzen macht es mich glücklich. Sport ist zwar für manche schon Ausgleich genug, aber ich brauche doch was fürs Köpfchen - und für mich ist mein Sport z.B. Ausgleich vom Studium, nicht vom Kind. Für mich kam es einfach nie in Frage, "nur" Mutter und Hausfrau zu sein, auch wenn es sicher schön ist und viele sich damit identifizieren können, was ja auch gut ist. Wir sind nun mal nicht alle gleich :) Ich liebe jeden Augenblick mit meinem Kind, ich liebe es wenn sie mich umarmt, wir kuscheln - aber wir genießen die Zeit so viel intensiver, seitdem wir beide von 9-15 Uhr "Pause" haben. Ich lege meine Kurse so, dass sie mit der Betreuung übereinstimmen. Es gibt allerdings auch Ausnahmen - manche Kurse werden nun mal nur Abends angeboten oder manchmal muss ich auch Samstags zur Uni, aber dann ist der Mann da. Oder im Notfall auch mein Schwesterherz - denn seit ein paar Monaten wohnt sie nun wieder hier und unterstützt mich vor allem am Wochenende, wenn ich arbeite und der Mann auch noch im Dienst ist. {Danke, Lali}! Und ja, ohne Babysitter geht es natürlich nicht oder es würde einfach nicht so viel klappen. Das ist auch ganz klar. Ich bin mir auch bewusst, dass mein Mann für unsere Familie arbeitet und das meiste Geld nachhause bringt, aber ich tue ja alles dafür, dass sich das bald ändert ;) Ich will nämlich auch einen größeren Teil unserer Brötchen verdienen, als ich es im Moment durch den Nebenjob tue. Und dieses Ziel habe ich immer vor Augen und ist mir sehr wichtig - ich kann mir einfach nicht vorstellen, dass mein Mann irgendwann immer für mich alles zahlt. Das passt für mich nicht zusammen. Ich verdiene schon ewig mein eigenes Geld, wenn auch immer nur 400€ Jobs, aber ich kenne es nicht anders - und dadurch finanziere ich meine Wünsche.

Wie ich meinen Uni-Alltag organisiere

Ein weiterer wichtiger Faktor in puncto Organisation: Lernpläne. Kalender. Und KAFFEE! Immer wissen, was wann passiert und einen groben Zeitplan für Dinge erstellen. Für mich geht es so am Besten - ohne meinen Kalender verlasse ich selten das Haus und dort werden wirklich alle Termine, Abgaben, Infos und Notizen (und auch Gedanken) gespeichert. Ich würde es sonst vielleicht auch schlichtweg vergessen, weil ich nun mal viel im Kopf habe, aber es gibt mir irgendwie einfach einen Tick Sicherheit. In der Prüfungszeit erstelle ich mir auch gerne einen genauen Lernplan, wann ich was lerne. Ich streiche übrigens auch alles an und hübsche Ordner, Notizbücher, Tapes und viele bunte Farben fördern nicht nur meine Kreativität, sondern motivieren mich auch ein kleines bisschen. Das ist etwas wie mit Sportkleidung. Das ist vor allem, wenn man so viele Klausuren parallel schreibt, ideal. Klar, manchmal kommt was dazwischen und ich muss umdisponieren, aber ich versuche mir einfach direkt ein paar Puffer einzubauen, meistens haut es hin. Und wenn nicht, schiebe ich die Klausur doch mal oder denke mir: es gibt ja noch einen Termin. Denn perfekt bin ich auch nicht und manchmal ist auch mein Akku dann leer - aber ich bin einfach auch der Meinung: was du heute kannst besorgen, das verschiebe nicht auf morgen. Lieber einmal in den sauren Apfel beißen, als am Ende denken: "Ach mist... HÄTTE ich doch nur...".  Klappt nicht immer, aber überwiegend und das ist denke ich mehr als okay. Und ich schreibe alles gerne noch einmal neu auf/ab - ich lerne dabei dann direkt und merke mir das aufgeschriebene besser. Ich habe ein fotografisches Gedächtnis und das unterstützt meinen Lernprozess auf die Art und Weise ungemein. Wenn mir in einer Klausur mal etwas nicht einfällt, versuche ich meine Notizen zu visualisieren und wo genau ich was aufgeschrieben habe und meistens fällt es mir dann noch ein.

Und sonst so? 

Neben dem ganzen "organisatorischen", gibt es noch ganz viele tolle positive Nebeneffekte: man lernt unglaublich liebe Menschen (andere Eltern aber auch Erzieherinnen) kennen und baut sich ein kleines Netzwerk auf. Ich bin sehr dankbar für meine Freunde, die ich durch Kita und co. kennengelernt habe und es ist wirklich nichts ungewöhnliches bei uns an der Uni mit Kind zu studieren. Man wird sogar von Beiträgen befreit, wenn man über die Regelstudienzeit kommt, es gibt regelmäßige Campus-Sessions/Meetings mit Eltern und Kindern, Feste und so weiter. Wickelräume haben wir an der Uni übrigens auch ;) Es ist also wirklich ideal. Das ist vielleicht nicht an jeder Uni der Fall, aber ich denke: es gibt immer Wege und Mittel, wenn man sein Ziel kennt und verfolgt. Mein Lieblingsmotto ist und bleibt: Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg. Und ich glaube sehr daran. Und mein Plan, dass ich wenn ich anfangen möchte zu arbeiten, ein Kindergartenkind habe, geht dann zeitlich jedenfalls auf - jetzt muss ich nur noch einen Job finden. Ich glaube, dass es für jeden heutzutage gar nicht mehr so einfach ist, einen Job zu finden und dennoch war mir klar, dass ich für meine Karriere nicht auf die Familienplanung verzichte. Ein zweites Kind ist aber trotzdem aktuell noch nicht geplant, das hat noch etwas Zeit - ich möchte mich dann doch tatsächlich nach dem Studium erstmal auf die Karriere konzentrieren.

Ein Studium mit Kind ist sicher kein Zuckerschlecken - aber was ist das schon noch? Auch ohne Kinder ist das Leben nie einfach - man möchte doch immer Freizeit, Karriere und Familie unter einen Hut bekommen, egal in welcher Situation. Im Job wird es natürlich nicht leichter, Beruf und Kind zu koordinieren, aber ich bin darin jetzt ja schon sehr geübt und wenn man feste Arbeitszeiten hat, ist es ja noch einmal angenehmer und man muss wenigstens Abends nicht mehr bis in die Nacht lernen. Denn auch an der Uni kann ich mir selten Fehlzeiten leisten, aber falls mal etwas war, gab irgendwie immer eine Lösung! Ich habe in Zukunft das Glück, dass mein Mann beruflich wieder familienfreundlichere Arbeitszeiten haben wird und somit z.B. Betreuungsfragen bei Krankheitsfällen einfacher werden. Für mich persönlich ist die Balance zwischen Kind und Karriere/Uni wichtig und bisher klappt das hier sehr gut und ich bin stolz, dass ich das was ich mir vor 2 Jahren bzw. vor der Geburt schon vorgenommen habe, auch so funktioniert hat und ich zufrieden bin, mit dem was ich tue. Und ich bin dankbar, dass ich so wunderbare Menschen in meinem Leben habe, die an meiner Seite sind und mich immer wieder unterstützen - denn ohne sie wäre alles definitiv mühsamer. Und ich danke auch sehr Mr. Coffee, der mich munter macht und mir Nachts die Augen offen hält! ;)

Ich hoffe sehr, dass ich Euch damit einen kleinen Einblick verschaffen konnte, falls ihr noch Fragen habt, beantworte ich diese gerne jederzeit. {aber seid im Moment nachsichtig mit mir, ich stecke gerade in der Prüfungszeit inkl. Abschlussarbeit und 2 Seminararbeiten :P} Schreibt mir einfach eine Mail, meldet Euch bei Facebook oder Instagram oder auch gerne hier :)




Mama Talk - Austausch mit Gleichgesinnten

Ich darf diese Woche die Mama Talk-Reihe wieder abschließen - diese Woche dreht sich bei uns alles ums Thema "Tipps & Tricks - Austausch mit Gleichgesinnten". Bea, Sabrina, Frauke, Nathalie, BellLotta haben bereits ihre Posts veröffentlicht und diverse Aspekte zum Thema aufgegriffen! Ich möchte Euch jetzt gar nicht so viel neues dazu erzählen, sondern einfach wie es bei uns war - der Austausch unter Eltern/Müttern.

Als das Herbstmädchen geboren wurde, kannte ich vor Ort eigentlich keine Mama, mit der ich so wirklich etwas zu tun hatte. Denn auch ich war so ziemlich die erste im Freundeskreis die Nachwuchs erwartet hat und habe mich während der Schwangerschaft und ersten Wochen öfter mit Nathalie ausgetauscht, wie es bei ihr und Mika-Flynn war. Und das hat mir auch oft geholfen und ich bin immer noch sehr dankbar, dass ich mich an sie wenden konnte und sie mir so viel von ihrer Schwangerschaft oder der ersten Zeit erzählt hat bzw. ich einiges ja auch direkt mitbekommen habe. Ich habe mich nämlich gegen den Geburtsvorbereitungskurs entschieden, da ich der Meinung war (oder eher gesagt wir), dass wir ihn nicht brauchen und der Körper das auch ohne schafft. Immerhin ist man als Frau dafür geboren und ich war einfach immer super entspannt und dachte mir: das packst du. Im Nachhinein war das für uns auch wirklich die perfekte Lösung, denn wann man wie atmen muss, sagt einem die Hebamme bei der Geburt sowieso und ich habe nur positive Erinnerungen daran. Natürlich wäre es fürs Kennenlernen der ein oder anderen Mama sicher gut gewesen, aber ich machte mir keine Sorgen, das kommt schon noch. Jedenfalls wollte ich gerne Babyschwimmen oder andere Sportkurse besuchen und dachte auch schon an die Zeit in der Kita. Und so war es dann auch.


Da die Maus schon ab dem Sommersemester nach der Geburt 1-2x die Woche für 1-2h in der einen Uni-Betreuung war, damit ich zu meinen Vorlesungen konnte, habe ich dort tatsächlich direkt am ersten Tag eine ganz liebe Mama mit ihrer kleinen Tochter kennengelernt. Und wir haben uns so gut verstanden, dass wir uns bis heute noch regelmäßig sehen und das erste Jahr unserer Kinder extrem intensiv zusammen verbracht haben - aber nicht alleine, denn wir haben noch eine Freundin dazu gewonnen! Lustigerweise habe ich die liebe F. durch Instagram "gefunden", wir haben uns dann für den selben Mami-Baby-Fitnesskurs an der Uni angemeldet und uns dort das erste Mal getroffen und direkt verstanden. Und wie viele wissen, verbringen wir viel Zeit zusammen und ich bin sehr froh, dass wir so eine gute Freundschaft in den letzten 1 1/2 Jahren entwickelt haben. Wir hätten uns eigentlich schon viel eher kennenlernen können, so viele Parallelen gab es, aber der Zufall wollte es erst dann. Unsere Mädels wachsen zusammen auf und erleben wunderbare Momente zusammen - genau wie bockige Phasen. Und wenn man dann mal etwas hatte, hat man schnell zum Handy gegriffen oder beim nächsten Kaffee darüber geredet, was denn gerade bei ihren Mäusen so los ist. Unser Herbstmädchen ist genau in der Mitte - die eine ist knapp 3 Monate jünger, die andere 3 Monate älter. Daher können wir uns wirklich über alles immer austauschen und da herrscht auch absolut kein "Dein Kind kann das ja aber schon und meins noch gar nicht", weil wir so einfach nicht sind und das immer ganz, ganz furchtbar finden, wenn Mütter das tun. Ich gebe Nathalie so recht, dass dieses ganze Mutti-Profiliere einem so auf den Senkel geht - das sieht man leider immer und immer wieder und ich wundere mich jedes Mal, was bei den Menschen im Kopf vorgeht. Ich bin jedenfalls sehr froh, dass wir unser "Mama-Trio" haben und uns alle so gut verstehen, gut miteinander umgehen können und auch in Zeiten, wo weniger Zeit aufgrund von Beruf oder Uni herrscht, der Austausch bleibt bzw. danach alles beim alten ist. Und natürlich haben wir noch weitere Freunde vor Ort mit Kindern mit denen wir gerne Zeit verbringen und quatschen. Denn Austausch ist mir besonders wichtig - auch wenn es sich natürlich nicht immer nur ums Kind dreht.


Weiteren Rat habe ich mir natürlich auch ab und zu von meiner Mutter oder Schwiegermutter geholt, wenn ich etwas wissen wollte. Beide mischen sich nicht von selbst ein und wenn, dann sind es eher belanglose Dinge, die ich immer akzeptabel fand. Genauso gerne konsultiere ich ab und zu andere Familienmitglieder, die Kinder im gleichen Alter haben, wenn wirklich etwas sein sollte. Aber ehrlich gesagt, gehören wir auch zu den Eltern, die auf ihr Gefühl hören. Immer schon. Ich bin eine ewige Optimistin und lasse mich gerne von meiner Intuition leiten, man hat selbst ja auch eine Erziehung genossen und gibt da Dinge automatisch weiter. Wir haben nicht einen Ratgeber über Erziehung in der Hand gehabt und auch sonst halten wir da persönlich nicht so viel von - das kann natürlich jeder machen wie er möchte, aber für uns ist es nichts. Und bisher fahren wir damit sehr gut. :) Generell finde ich Austausch natürlich unglaublich wichtig, denn er bekräftigt einen vielleicht manchmal in gewissen Situationen oder hilft einfach nur, etwas klarer zu sehen, aber man darf einfach wirklich nicht vergessen, dass man auf sich und seinen Partner hört, denn als Eltern gemeinsam trifft man im Normalfall immer noch die besten Entscheidungen für sein Kind. Und zwar mit ganz viel Liebe. Aber man darf auch nicht vergessen, ab und zu Hilfe anzunehmen, wenn man sie wünscht/braucht und sich ruhig mit Gleichgesinnten hier und da mal zu "beraten". Bei Instagram gibt es auch wirklich liebe Mütter (da denke ich vor allem an "meine" Instamädels, die ich zum Teil auch schon persönlich kenne und sehr lieb gewonnen habe!) und auch mit der lieben Sabrina aus der Runde habe ich mich schon oft über ihren Spatz und meine Motte ausgetauscht, weil es einfach so ist, wenn man befreundet ist und gut tut. Aber auch mit "fremden" Müttern, die man nur via das soziale Netzwerk kennt, ist ein Austausch gut und bringt einem oft andere Perspektiven. Man muss es einfach nur probieren.

Natürlich ist es ebenso wichtig über andere Themen zu sprechen, denn ich glaube es ist ganz normal, dass man nicht immer nur über sein Kind redet, auch wenn man unter Müttern ist. Jedenfalls geht es mir mit meinen Freundinnen so - natürlich ist das Thema Kind im Vordergrund, aber man ist ja nun mal auch Mutter und sein Kind das ein und alles. Das bedeutet nicht, dass man damit prahlt oder nur davon spricht, sondern einfach dass man mit Herz und Verstand immer beim Kind ist. Das ist einfach nun ein Zusatz, der immer präsent ist - ich weiß, dass ich mich mit meinen Mädels über Gott und die Welt, das neueste Sportprogramm, den blöden Unitag oder den letzten Kinofilm unterhalten kann. Egal was es ist, was einen bewegt, sie sind für einen da. "Gleichgesinnte", sowie Freunde ohne Kinder. Also ihr (werdenden) Mamas da draußen, wenn ihr Anschluss sucht: probiert es überall und lasst es einfach auf euch zukommen! Kinderturnen, Kindergarten, Babyschwimmen, auf dem Spielplatz oder in der Nachbarschaft. Wichtig: macht euch keinen Stress. Es passt nicht immer sofort jeder Deckel auf den Topf, Freundinnen fallen nicht vom Himmel, aber sie kreuzen unsere Wege und machen das Leben dann schöner, lebenswerter und bunter. So wie unsere Kinder es jeden Tag tun. Man braucht wie mit allem im Leben, nur oft etwas Geduld oder eine prise Glück.